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            <title>Die Linke MdB Sonja Lemke: RSS-Feed</title>
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            <language>de</language>
            <copyright>Die Linke MdB Sonja Lemke</copyright>
            
            <pubDate>Mon, 24 Aug 2026 04:05:14 +0200</pubDate>
            <lastBuildDate>Mon, 24 Aug 2026 04:05:14 +0200</lastBuildDate>
            
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                <guid isPermaLink="false">news-449191</guid>
                <pubDate>Fri, 21 Aug 2026 12:47:08 +0200</pubDate>
                <title>Programmdebatte: Grundzüge linker Digitalpolitik</title>
                <link>https://www.sonja-lemke.de/themen/digitales/news/programmdebatte-grundzuege-linker-digitalpolitik/</link>
                <author>Sonja Lemke, MdB</author>
                <description>Mein Input zu der Veranstaltung &quot;Wie sieht eine Linke High-Tech-Agenda aus?&quot; im Rahmen der Programmdebatte.</description>
                <content:encoded><![CDATA[<h2>Grundzüge linker Digitalpolitik</h2>
<p>Die Ausgangslage linker Digitalpolitik muss die Erkenntnis sein, dass d<strong>ie Kontrolle über Technik extrem verknüpft ist mit sozialer Ungleichheit</strong>.</p>
<p>Auf der einen Seite haben <strong>sieben von zehn der reichsten Männer/Menschen der Welt ihr Vermögen und ihre Macht durch den Besitz und die Kontrolle über digitale Technologien.</strong></p>
<p>Darunter fallen:</p><ul class="list-normal"><li>Amazon, die mit den Amazon Web Services (AWS) ein Großteil der Serverinfrastruktur bereitstellen</li><li>Alphabet, zu denen Google, Android und YouTube gehört.</li><li>Meta mit Facebook, Instagram und WhatsApp</li><li>Oracle, Datenbanken und Softwarehersteller</li><li>Nvidia, die mit ihren Grafikkarten extrem vom KI-Boom profitieren.</li></ul><p>Dazu kommen Konzerne wie Microsoft und Apple, deren Eigentümer zwar nicht (mehr) unter den 10 reichsten Männern sind, aber die ebenfalls eine extreme Macht und Vermögenskonzentration darstellen.</p>
<p>Auf der anderen Seite <strong>führen digitale Technologien zur extremen Ausbeutung</strong>. Beispiele dafür sind:</p><ul class="list-normal"><li>Plattformarbeit, wie Uber und Lieferando, die durch Scheinselbstständigkeiten Mindestlohn und Sozialversicherung umgehen</li><li>extreme Überwachung, z. B. wie Amazon am Arbeitsplatz durchführt, aber auch Technologien wie Palantir, die genutzt werden, migrantische Menschen zu deportieren und Gewalt in Kriegsgebieten auszuüben.</li><li>unsichtbare Datenarbeit, wie sie bei der extrem prekären Content Moderation passiert oder auch Datenlabeling für KI-Systeme, das unter ausbeuterischen Verhältnissen in Ländern des globalen Süden wie Kenia passiert</li><li>Lieferketten für Hardware, wie z. B. seltene Erden für Handy, die nur aus extremen Konfliktregionen bezogen werden können.</li></ul><p><strong>Eine Linke Digitalisierung muss sich dem genau dieser sozialen Ungleichheit entgegenstellen. Das erreicht man durch: Änderung der Eigentumsverhältnisse, indem man durch vergesellschaften die Kontrolle über digitale Infrastrukturen erlangt.</strong></p>
<p>Was heißt das?</p>
<p>Wir nutzen digitale Mittel tagtäglich, brauchen sie für unsere Arbeit und unsere Freizeit.</p>
<p>Z. B. kann dieser Artikel gerade nur gelesen werden, weil er auf einem PC/Tablet/Handy angezeigt wird, weil es einen Server in einem Rechenzentrum gibt, durch den er verteilt wurde, weil es Kabel und Mobilfunkmasten gibt, die diesen Server mit den Anzeigerechner und dem, auf dem er geschrieben wurde, verbindet, und weil es Software gibt, die mit einem Betriebssystem die PCs überhaupt erst nutzbar macht, genauso wie den Server und die Übertragungswege.</p>
<p><strong>All das ist digitale Infrastruktur, die wir alle nutzen, aber die in größten Teil komplett privatisiert ist.</strong> Das bedeutet eine extreme Macht bei den besitzenden Konzernen und das ist ein Problem.</p>
<p>Was können wir dagegen tun?</p>
<p><strong>Digitalen Infrastruktur muss Stück für Stück in öffentliches Eigentum überführt werden und dadurch demokratisiert.</strong> Dafür sind in unterschiedlichen Bereichen unterschiedliche Maßnahmen nötig:</p>
<h5>Internetkabel &amp; Mobilfunkmasten:</h5>
<p>Die digitale Netzinfrastruktur wurde 1995 privatisiert durch die Privatisierung der Post und damit der Telekom. Das führt z. B. beim Glasfaserausbau zu der völlig abstruses Situation, dass jede Firma Vorschläge macht für Kabelstrecken, danach erst versucht man Doppelausbau zu verhindern. Bei Mobilfunkmasten gibt es vier Firmen, die das gleiche Netz viermal ausbauen. Statt optimaler Abdeckung bekommt man Doppelausbau und Lücken im Netz.</p>
<p>Die einzige vernünftige Lösung ist eine Vergesellschaftung der Netzinfrastruktur nach § 15 GG, die einfach nur die vergangene Privatisierung rückgängig macht. Durch öffentliches Eigentum ist hier eine sinnvolle Netzplanung überhaupt erst möglich.</p>
<h5>Rechenzentren</h5>
<p>Rechenzentren sind Teil der Infrastruktur, man kann sie sich vorstellen wie Kraftwerke oder Umspannwerke bei der Stromerzeugung. Im Moment sind sie privat betrieben, meist von US-amerikanischen Firmen. Diese fallen unter den US-Cloud-Act, das heißt alle Daten müssen der US-amerikanischen Regierung zur Verfügung gestellt werden.</p>
<p>Rechenzentren können genauso vergesellschaftet werden wie Kabel und Mobilfunkmasten. Es wäre allerdings keine Entprivatisierung, sondern etwas Neues. Es gibt die Möglichkeit auch darüber nachzudenken, wie demokratisiert werden kann, was überhaupt gerechnet werden soll. Rechenzentren können dabei z. B. in Trägerschaft von Kommunen, Universitäten oder Bibliotheken sein.</p>
<h5>Betriebssysteme &amp; Software</h5>
<p>Im Moment sind die meisten Betriebssysteme von Microsoft, Apple und Google (Android). Damit geht eine extreme Macht einher. Alleine Microsoft könnte die deutsche Verwaltung lahmlegen. Dass sie dies auch nutzen, haben sie z. B. beim internationale Strafgerichtshof gezeigt.</p>
<p>Mit der Abhängigkeit von kommerziellen Betriebssystemen kommen weitere Probleme:</p><ul class="list-normal"><li>Cloud-Zwang, wo die eigenen Daten nicht auf dem eigenen PC gespeichert werden, sondern in den Unternehmensrechenzentren</li><li>Zwang zu neueren Geräten wie bei der Umstellung auf Windows 11</li><li>Abo-Modelle, wo einem Software nicht mehr gehört, sondern nur noch für einen begrenzten Zeitraum gemietet wird, oft ohne die Option danach eine andere Software verwenden zu können, da die Daten nur mit dieser Software abrufbar sind.</li></ul><p>Betriebssysteme und Software können nicht so einfach vergesellschaftet werden, da sie von ausländischen Konzernen betrieben wird. Daher bleibt ein Wechsel auf offene Software (Linux, LibreOffice, Thunderbird, …) zentral.</p>
<p>Die Umstellung muss mit einer Umstellung der öffentlichen Verwaltung beginnen. Der internationale Strafgerichtshof und Schleswig-Holstein machen es vor. Aber auch andere Bereich öffentlicher Daseinsvorsorge wie Schulen, Universitäten und Krankenhäuser müssen aus dem System kapitalistischer Software rausgeholt werden.</p>
<p>Da Open-Source-Software im Moment prekär aufgestellt ist und wird oft in der Freizeit als Hobby programmiert. Dort braucht es Fördertöpfe und gut aufgestellte Forschung.</p>
<p>Der Vorteil: Arbeit an Software muss nur einmal gemacht werden, kann beliebig oft genutzt werden. So können auch Eigenentwicklungen für die Verwaltung allen zugänglich gemacht und weitergenutzt werden.</p>
<h5>Soziale Medien:</h5>
<p>Soziale Medien sind ein extremer Machtfaktor und ebenfalls nicht vergesellschaftbar.</p>
<p>Daher müssen sie extrem reguliert werden und z. B. süchtig machende Algorithmen und Verbreitung von Desinformation verboten werden. Gleichzeitig müssen Alternativen geschaffen werden, z. B. indem Fediverseinstanzen im Auftrag des Öffentlich-Rechtlichen oder über Universitäten und Schulen bereitgestellt werden. Zentral ist, dass die Arbeit von Contentmoderator*innen aufgewertet wird.</p>
<h5>Sonstige Technik/Hardware:</h5>
<p>Technik in unserem Alltag ist extrem konsumorientiert ausgerichtet, was sie absolut nicht nachhaltig macht, z. B. durch dem immer neuen Wunsch nach neustem Gerät und geplanter Obsoleszenz, also dem Kaputtgehen von Geräten kurz nach der Garantie. Hier braucht es verpflichtende langfristige Garantien der Hersteller und ein Recht auf Reparatur. Auch über Werbung, die ständig neue Bedürfnisse schafft, für Geräte, die wir nicht brauchen, muss in Zeiten der Klimakatastrophe neu nachgedacht werden.</p>
<p><strong>Bei der Förderung von Technik braucht es eine Fokussierung auf Technologien, die die sozial-ökologische Transformation voranbringen.</strong> Dazu gehören:</p><ul class="list-normal"><li>Solar, Windenergie, Batterien, Mobilität</li><li>Trinkwasseraufbereitung, Landwirtschaft unter Extrembedingungen, Entmüllung</li><li>Langlebigkeit, Wiederverwendbarkeit</li><li>ethische Lieferketten</li></ul><p>Zentral dabei: Verfügbarkeit von Wissen, sowohl für Expert*innen (denn nur eine Handvoll Personen weiß überhaupt, wie z. B. Computerchips funktionieren), als auch für Laien (Bildung zu Technik in Schulen, Bibliotheken, VHS, und so weiter, aber ohne kapitalisierte Technik)</p>
<h3>Rolle von KI in der sozial-ökologischen Transformation</h3>
<p>Dass KI die Klimakatastrophe aufhalten wird, ist Techniksolutionismus. <strong>Denn die Klimakrise ist kein Problem der verfügbaren Technik, sondern ein gesellschaftliches Problem.</strong></p>
<p>Im Moment frisst der KI-Boom massiv Ressourcen (Strom, Fläche, Wasser).</p>
<p>In Deutschland ist der Bau von über 100 Rechenzentren geplant, die einen gigantischer Stromverbrauch und einen nicht zu beziffernder Wasser- und Flächenverbrauch.</p>
<p>Bsp. Lippetal: 200 MW, QTS (amerikanischer Investor), auf dem Feld im Landschaftsschutzgebiet, neben Kohlekraftwerk, das den Strom liefert. Typisch für Rechenzentrumsprojekte.</p>
<p>In den USA passiert inzwischen völliger Wahnsinn: Rechenzentren in der Größe Manhattans, illegale Gasturbinen, die zu extremer Luftverschmutzung führen, illegale Entnahme von Wasser und Lärm direkt an Wohngebieten.</p>
<p>Das führt zu einer Gegenbewegung über alle Lager, die sich auch gegen KI richtet, unter anderem gegen:</p><ul class="list-normal"><li>Palantir &amp; extreme Überwachung, die damit verbunden mit Deportationen</li><li>Jobverluste, gerade bei Berufsanfänger*innen (z. B. in der Softwareentwicklung)</li></ul><p>Dazu kommt:<strong> Aneignung (Raub) von Arbei</strong>t, denn generative KI nur möglich, weil:</p><ul class="list-normal"><li>extrem viele Texte und Bilder ohne Einverständnis und Vergütung aus dem Internet geklaut wurden (Das geht jetzt bis zum Erwerb, Scan und Zerstörung von seltenen Antiquariatsbüchern zum KI-Training)</li><li>Datenarbeit unter extrem schlechten Bedingungen, Beschriftung im globalen Süden (Kenia)</li></ul><p>Daher sind die reale Kosten so teuer, dass es sich gesellschaftlich/wirtschaftlich nicht lohnt und als Linke nicht wünschenswert ist.</p>
<p>Dazu kommt noch Diskriminierung durch die Verstärkung von Vorurteilen in den Trainingsdaten und Deskilling, also das Verlernen von Fähigkeiten durch die Nutzung von KI-System und die dadurch entstehende Abhängigkeit und Machtkonzentration.</p>
<p><strong>→ Es gibt keine linke generative KI.</strong></p>]]></content:encoded>
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            <item>
                <guid isPermaLink="false">news-449040</guid>
                <pubDate>Fri, 07 Aug 2026 10:54:12 +0200</pubDate>
                <title>Kein Plan, kein Ziel: Rechenzentrumsstrategie befördert nur die Klimakatastrophe</title>
                <link>https://www.sonja-lemke.de/themen/digitales/news/kein-plan-kein-ziel-rechenzentrumsstrategie-befoerdert-nur-die-klimakatastrophe/</link>
                
                <description></description>
                <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Kein Plan, kein Ziel:&nbsp;</strong></p>
<p><strong>Rechenzentrumsstrategie befördert die Klimakatastrophe und Abhängigkeit von US-Hyperscalern</strong></p>
<p>Die Fraktion die Linke hat die Bundesregierung mit einer Kleinen Anfrage dazu befragt, welche Informationen sie zum derzeitigen Planungsstand für Rechenzentren in Deutschland hat und wie sie deren Umwelt- und Klimaauswirkungen beurteilt. <a href="https://dserver.bundestag.de/btd/21/074/2107453.pdf" target="_blank" class="link-extern" rel="noreferrer">Die Antworten</a> sind ernüchternd: Einen Überblick darüber, wo welche Rechenzentren gebaut werden, hat die Bundesregierung nicht. Sie verlässt sich auf Studien des Branchenverbandes Bitkom und angebliche zukünftige Monitorings. Dabei ist das einzige Ziel, was sie verfolgt, die Verdopplung bzw. Vervierfachung des möglichen Stromverbrauchs.</p>
<p><strong>Sonja Lemke, </strong>Sprecherin für Digitale Verwaltung und Open Government, dazu:</p>
<p>„Die Antworten offenbaren blinden Größenwahn: Die Bundesregierung will die Rechenkapazität in Deutschland verdoppeln, weiß gar nicht genau, wofür, und hat nicht einmal einen Überblick, welche Projekte derzeit geplant sind.“</p>
<p><strong>Digitale Souveränität erreicht man nicht mit US-Großkonzerne</strong></p>
<p>Weiter bemängelt sie:</p>
<p>„Die Bundesregierung hat kein Ziel, was sie überhaupt mit der Verdopplung der Rechenkapazitäten erreichen will. Wenn es ihr um die vielbeschworene Digitale Souveränität gehen würde, dann würde sie gerade die Notbremse ziehen, denn die meisten Rechenzentren werden gerade von Hyperscalern wie Google, Amazon oder Microsoft gebaut oder von Co-Locationanbietern, die an diese vermieten. Digitale Souveränität würde bedeuten, dass man sich klar macht, wofür Rechenkapazitäten gebraucht werden und vor allem auch, wie diese z.B. durch weniger Nutzung von überflüssigen Cloud-Lösungen eingespart werden können.“</p>
<p><strong>Klimakatastrophe wird ignoriert</strong></p>
<p>Gerade im Bezug auf die Klima- und Umweltfolgen offenbart sich in der kleinen Anfrage die Verantwortungslosigkeit dieser Bundesregierung. Lediglich ein schwacher Verweis auf angebliche Effizienz. Kein Wort dazu, dass absolut eben erheblich mehr Strom verbraucht werden soll, die Bundesregierung nennt für 2030 10 TWh mehr pro Jahr, eine Steigerung um 50 %. Dessen Erzeugung verbraucht erhebliche Ressourcen und hat massive Umweltauswirkungen, denn meist werden für Rechenzentren zusätzliche fossile Kapazitäten eingeplant. Dazu kommt ein enormer Wasser- und Flächenverbrauch.</p>
<p><strong>Sonja Lemke: </strong>„Fragen nach Umweltauswirkungen kann die Bundesregierung nicht einfach vom Tisch wischen. Dass sie den enormen Ressourcenverbrauch von Energie, Wasser und Flächen ignoriert, ist fatal, umso mehr in Zeiten, in denen wir in Europa eine tödliche Hitzewelle nach der anderen erleben und die Schifffahrt gedrosselt wird und Kraftwerke abgeschaltet werden, weil Flüsse nicht genug Wasser zum Kühlen führen.</p>
<p>Spätestens jetzt muss jedem klar sein, dass wir uns einen weiteren Ausbau von Rechenzentren nicht leisen können.“</p>
<p><strong>Kennzahlen belohnen Hardware mit hohem Energieverbrauch</strong></p>
<p>Auch die verwendeten&nbsp;Kennzahlen sind fragwürdig: Die Erreichung des Ziels der Rechenzentrumsstrategie misst die Bundesregierung allein in dem möglichem Stromverbrauch. Für Energieeffizienz gelten nur die PUE-Werte aus der letzten Legislatur, die beschreiben, wie hoch der Stromverbrauch der Hardware im Vergleich zum Stromverbrauch der Kühlleistung ist, also besser werden, je mehr Strom beim Rechnen verbraucht wird. Es gibt keine Regulierungen für die Effizienz der Hardware, den Ressourcenverbrauch bei der Herstellung der Hardware und den Wasserverbrauch der Rechenzentren.</p>
<p><strong>Sonja Lemke: </strong>„In Zeiten der Klimakatastrophe braucht es klare Vorgaben, wie viele Ressourcen verbraucht werden dürfen, das gilt auch Bestandsrechenzentren. Ein einfaches „weiter so“ und „mehr davon“ ist angesichts der spürbaren Folgen der Klimakatastrophe einfach verantwortungslos. Gerade der Wasserverbrauch von Rechenzentren muss jetzt endlich klar begrenzt werden! Solange es keine klaren Vorgaben gibt, wie viele Ressourcen verbraucht und wofür die Rechenkapazitäten gebraucht werden, dürfen keine weiteren Rechenzentren gebaut werden.“</p>]]></content:encoded>
                <category>Digital</category><category>Presse</category><category>titelseite</category>
                
            </item>


            
            <item>
                <guid isPermaLink="false">news-449031</guid>
                <pubDate>Thu, 06 Aug 2026 11:58:39 +0200</pubDate>
                <title>Bundesregierung will nicht sagen, wo sie KI-Chatbots verwendet</title>
                <link>https://www.sonja-lemke.de/themen/digitales/news/bundesregierung-will-nicht-sagen-wie-viel-ki-chatbots-sie-verwendet/</link>
                
                <description></description>
                <content:encoded><![CDATA[<p>Digitalminister Karsten Wildberger hat <a href="https://www.spiegel.de/politik/deutschland/kuenstliche-intelligenz-karsten-wildberger-liess-offenbar-reden-und-artikel-von-ki-schreiben-a-a7a22846-abf9-404f-98a4-d239b9c4bc6f" target="_blank" class="link-extern" rel="noreferrer">nach Medienberichten</a> mehrere Reden und Artikel mit KI-Chatbots geschrieben. Wir haben bei der <a href="https://dserver.bundestag.de/btd/21/074/2107443.pdf" target="_blank" class="link-extern" rel="noreferrer">Bundesregierung nachgefragt</a>, wo und wie viel er tatsächlich Chatbots verwendet hat.&nbsp;</p>
<p><a href="https://dserver.bundestag.de/btd/21/074/2107443.pdf" target="_blank" class="link-extern" rel="noreferrer">Die Antwort</a>: Ausweichende Allgemeinsätze. KI-Chatbots werden als „Arbeitswerkzeug“ verwendet, aber „die Verantwortung trägt der Mensch“. Die Bundesregierung verweigert komplett die Aussage wo und wieviel sie zum Einsatz kamen und welche Standards für eine menschliche Überprüfung gelten.</p>
<p>Doch wenn Reden und Artikel ganz oder teilweise mit KI-Chatbots geschrieben werden, dann ist das nicht nur eine Formulierungshilfe, sondern vor allem eine inhaltliche Beeinflussung. Wenn TechBros über ihre Chatbots ständig in den Ministerien sitzen und alle Inhalte beeinflussen, dann ist das eine Gefahr für unsere Demokratie.<strong>&nbsp;</strong>Es braucht bei jedem Einsatz von Chatbots die kritische Überprüfung ob er wirklich notwendig ist, auch im Hinblick auf den Ressourcenverbrauch. Das mindeste ist eine genaue Auskunft über den Einsatz von KI-Systemen und die Veraktung. Auch KI-Chatbots gehören ins Lobbyregister.</p>
<p>Denn KI-Chatbots sind keine neutrale Technologie, sie beruhen auf dem Training mit großen Datenmengen. Muster, die in diesen Datenmengen vorhanden sind, werden von KI-Chatbots reproduziert und verstärkt. Damit werden auch politische Einstellungen, die in den Trainingsdaten vorherrschen, in den Antworten eines Chatbots reproduziert werden. Genauso können Gewichte beeinflusst werden, um Antworten in bestimmte Richtungen zu drängen, wie es aktuell vor allem zum Ansprechen von Werbekunden diskutiert wird.</p>
<p>Eine aktuelle Studie zur Beeinflussung der Quellen und der Neigung zu konservativen findet sich&nbsp;<a href="https://agoradigital.de/meinungsbildung-unter-ki-einfluss-studie-belegt-einseitige-quellenauswahl-und-desinformation/" target="_blank" class="link-extern" rel="noreferrer"> z.B. bei Agora</a></p>
<p>Die Kennzeichnung von KI-generierten Inhalten wird im Moment im Zusammenhang mit der KI-Verordnung diskutiert. Dort bestehen allerdings große Lücken, wenn Menschen redaktionell verantwortung übernehmen. Algorithmwatch <a href="https://algorithmwatch.org/de/bundesregierung-demokratischen-entscheiderinnen-orientierungshilfe/" target="_blank" class="link-extern" rel="noreferrer">hat eine Entscheidungshilfe für politische Entscheidungsträger*innen</a> veröffentlicht, der ein Leitfaden sein kann.</p>]]></content:encoded>
                <category>Digital</category><category>Presse</category><category>titelseite</category>
                
            </item>


            
            <item>
                <guid isPermaLink="false">news-448730</guid>
                <pubDate>Wed, 15 Jul 2026 10:59:00 +0200</pubDate>
                <title>Pauschale Abschaffung von Berichtspflichten ist Angriff auf die Demokratie</title>
                <link>https://www.sonja-lemke.de/themen/digitales/news/pauschale-abschaffung-von-berichtspflichten-ist-angriff-auf-die-demokratie/</link>
                <author>Sonja Lemke, MdB</author>
                <description>Der Landtag Nordrhein-Westfalen berät heute in erster Lesung über das Berichts- und Dokumentationspflichtenaussetzungsgesetz NRW - BDaG NRW. Danach sollen pauschal alle landesrechtlichen Berichts- und Dokumentationspflichten der Wirtschaft erst ausgesetzt und dann aufgehoben werden. </description>
                <content:encoded><![CDATA[<p>Einige Pflichten will die Landesregierung per Rechtsverordnung erhalten. Völlig unklar ist, welche das sein werden. Das Gesetz könnte Vorbildcharakter für den Bund haben. Dort hat der Koalitionsausschuss vor zwei Wochen ähnliche Maßnahmen beschlossen.</p>
<p>Sonja Lemke, Sprecherin für Digitale Verwaltung und Open Government für die Linke im Bundestag dazu:<br>"Was die Union hier mit ihren jeweiligen Koalitionspartnern plant, ist ein Frontalangriff auf Umweltstandards, Sicherheitsregelungen, Arbeitnehmer*innenschutz und die Demokratie. Berichts- und Dokumentationspflichten sind nicht zum Spaß da: Die allermeisten von ihnen sollen sicherstellen, dass Unternehmen sich an Vorschriften halten. Häufig wurden sie in Folgen von Skandalen eingeführt, um echte Missstände in Zukunft zu verhindern. Das Gesetz ist damit eine offene Einladung zum Rechtsbruch für Unternehmen."<br>&nbsp;</p>
<p>Sie kritisiert weiter: "Sämtliche Berichts- und Dokumentationspflichten will die Landesregierung künftig per Rechtsverordnung selbstherrlich einführen oder aussetzen, ohne Opposition und ohne öffentliche Debatte. Diese Machtverschiebung in die Exekutive ist hoch gefährlich und macht es sehr viel leichter für Lobbisten ihre Interessen durchzusetzen. Im Zweifel reicht ein Anruf in der Staatskanzlei. Das darf nicht sein!"<br>&nbsp;</p>
<p>Und ergänzt: "Die Landesregierung macht sich nicht einmal die Mühe zu identifizieren, welche Berichts- und Dokumentationspflichten es gibt und welche sie für überflüssig hält. Die tatsächliche Tragweite des Gesetzes bleibt damit nebulös. Wir erwarten von der Landesregierung und von der Koalition, dass sie genau benennt, was sie abschaffen möchte, und dass sie sich der parlamentarischen und der öffentlichen Debatte stellt."<br>&nbsp;</p>
<p>Weiter führt sie aus: "Pauschal abschaffen - einzeln wieder einführen: klingt einfach und täuscht Übersichtlichkeit vor. Aber tatsächlich führt das zu großer Rechtsunsicherheit: Jedes Unternehmen muss für jede Pflicht selbst prüfen, ob sie unter die Definition fällt und ausgesetzt ist, oder vielleicht doch eine Ausnahme gilt. Im schlimmsten Fall kommen verschiedenen Vollzugsbehörden zu verschiedenen Ergebnissen und das Chaos ist perfekt."</p>]]></content:encoded>
                <category>Digital</category><category>Presse</category><category>titelseite</category>
                
            </item>


            
            <item>
                <guid isPermaLink="false">news-448491</guid>
                <pubDate>Thu, 02 Jul 2026 15:07:19 +0200</pubDate>
                <title>Bundesregierung fährt einen Frontalangriff auf die staatliche Transparenz</title>
                <link>https://www.sonja-lemke.de/themen/digitales/news/bundesregierung-faehrt-einen-frontalangriff-auf-die-staatliche-transparenz/</link>
                <author>Sonja Lemke, MdB</author>
                <description>Der Koalitionsausschuss hat beschlossen des Informationfreiheitsgesetzt (IfG) de facto abzuschaffen. Dadurch, dass nur noch natürliche Personen mit deutscher Staatsbürgerschaft unter hohen Gebühren Anfragen stellen können, wird Transparenz abgeschafft. Auch dadurch, dass Namen nun geschwärzt werden sollen, werden Verantwortlichkeiten verschleiert.</description>
                <content:encoded><![CDATA[<p>Dazu Sonja Lemke, Sprecherin für Digitale Verwaltung und Open Government der Linksfraktion im Bundestag die Beschlüsse zusammen: „Mit den Angriffen auf das Informationsfreiheitsgesetz will die Bundesregierung sich mit ihrer Hinterzimmerpolitik durchsetzen. Dabei ist Transparenz gegenüber den Bürger*innen in einer Demokratie Pflicht! Denn nur so können Interessenskonflikte und geheime Machenschaften aufgedeckt werden.“</p>
<p>Dabei wurden bei viele der Beteiligten im Koalitionsausschuss und in der Regierung schon rechtswidrige Machenschaften aufgedeckt.</p>
<p>„Sei es bei Spahn und seinen Maskendeals oder seiner Villa, Katharina Reiche mit ihrer Wirtschaftskumpanei oder bei Phillip Amthor die Werbung für Augustus Intelligence: Diese Personen machen deutlich warum es eine staatliche Transparenz mit einer klarer Benennung der Verantwortlichen braucht. Das sie jetzt das IfG abschaffen wollen zeigt klar, dass es ihnen darum geht sich ungestört in die eigene Tasche zu wirtschaften.“</p>]]></content:encoded>
                <category>Digital</category><category>titelseite</category>
                
            </item>


            
            <item>
                <guid isPermaLink="false">news-448490</guid>
                <pubDate>Thu, 02 Jul 2026 15:05:23 +0200</pubDate>
                <title>Einladung zum Rechtsbruch für Unternehmen</title>
                <link>https://www.sonja-lemke.de/themen/digitales/news/einladung-zum-rechtsbruch-fuer-unternehmen/</link>
                <author>Sonja Lemke, MdB</author>
                <description>Die Bundesregierung hat im ihrem „Ein Programm für Aufschwung und Beschäftigung“ weitreichende Beschlüsse zum „Bürokratieabbau“ gefasst.</description>
                <content:encoded><![CDATA[<p>„Bürokratieabbau heißt für die Bundesregierung eine offene Einladung zum Rechtsbruch durch für Unternehmen, zugunsten ihrer Profite“, fasst Sonja Lemke, Sprecherin für Digitale Verwaltung und Open Government der Linksfraktion im Bundestag die Beschlüsse zusammen.</p>
<p>Sie führt aus: „Berichtspflichten und Beauftragte sind nicht zum Spaß da: Die allermeisten von ihnen gibt es, weil sich erfahrungsgemäß Unternehmen nicht freiwillig an Vorschriften halten, viele sind die Folge von Skandalen. Wenn die Bundesregierung sie großflächig abschafft, stellt sie den Schutz von Beschäftigten, der Produktsicherheit oder Umweltstandards zum Ausverkauf. Die Folge werden erneute Lebensmittelskandale, tödliche Arbeitsunfälle und Umweltverschmutzungen sein.“</p>
<p>Fraktionskollegin Anne-Mieke Bremer, Sprecherin für Games und Digitale Infrastruktur fügt hinzu: „Mit 8 % weniger Personal sollen Bundesbehörden künftig so schnell arbeiten, dass alle Genehmigungsverfahren binnen 4 Monaten abgeschlossen sind, unabhängig davon wie komplex sie sind. Das wird dazu führen, dass viele Genehmigungen einfach völlig ungeprüft als erteilt gelten, Unternehmen werden sich ihre Genehmigungen praktisch selbst schreiben. Umwelt- und Mitbestimmungsstandards gelten dann nicht mehr.“</p>
<p>Dazu ergänzt Sonja Lemke: „Die Bundesregierung tut so, als würden ihre Beamt*innen nicht arbeiten und müssten mit einer Viermonatsvorgabe nur ein bisschen unter Druck gesetzt werden. Das ist menschenverachtend, denn das Gegenteil ist der Fall:</p>
<p>Die meisten Ämter sind eh schon völlig überlastet. Der vorgeschriebene Personalabbau verschärft das Problem noch weiter. Die Bundesregierung schafft dadurch ein de facto Recht des Stärkeren.“</p>]]></content:encoded>
                <category>Digital</category><category>titelseite</category>
                
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                <pubDate>Thu, 02 Jul 2026 15:03:27 +0200</pubDate>
                <title>Angriff auf den Datenschutz heißt unser Privatleben an die Industrie zu verkaufen</title>
                <link>https://www.sonja-lemke.de/themen/digitales/news/angriff-auf-den-datenschutz-heisst-unser-privatleben-an-die-industrie-zu-verkaufen/</link>
                <author>Sonja Lemke, MdB</author>
                <description>Die Bundesregierung hat in ihrem „Programm für Aufschwung und Beschäftigung“ auch einen Abschnitt zum Datenschutz, zynischerweise unter der Überschrift „Wachstum und Gerechtigkeit“. Mit Gerechtigkeit haben die Beschlüsse rein gar nichts zu tun.</description>
                <content:encoded><![CDATA[<p>Sonja Lemke, Sprecherin für Digitale Verwaltung und Open Government der Linksfraktion im Bundestag, dazu „KMU machen 99,3 % der Unternehmen aus. Wer die alle vom Datenschutz ausnehmen will, schafft den Datenschutz ab und macht intimste Informationen zum Freiwild für die Wirtschaft.</p>
<p>Nachdem in vollkommen undurchsichtiger Klüngelprozedur ein neuer Bundesdatenschutzbeauftragter gewählt wurde, der kein Interesse am Datenschutz hat, sondern nur Ausverkauf betreibt, sollen jetzt Kompetenzen bei ihm gebündelt werden. Das ist die Abschaffung des Datenschutzes durch die Hintertür.</p>
<p>Gerade in Zeiten von KI ist ein starker Datenschutz wichtig, denn wenn Daten einmal in ein KI-Training einfließen, kann man sie da nicht mehr rausholen. Dann kennt die KI unsere intimsten Details und Programme wie ChatGPT posaunt sie raus.“</p>]]></content:encoded>
                <category>Digital</category><category>titelseite</category>
                
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                <guid isPermaLink="false">news-448415</guid>
                <pubDate>Thu, 25 Jun 2026 12:55:00 +0200</pubDate>
                <title>Energieeffizienz nicht schleifen lassen</title>
                <link>https://www.sonja-lemke.de/themen/digitales/news/energieeffizienz-nicht-schleifen-lassen/</link>
                <author>Sonja Lemke, MdB</author>
                <description>Die Bundesregierung hat beschlossen, dass Energieeffizienzgesetz aufzuweichen. Das ist in Zeiten der Klimakatastrophe nicht hinnehmbar! In Anbetracht der katastrophalen Folgen, die wir in der aktuellen Hitzewelle spüren, ist eine deutliche Verschärfung mehr als angebracht.</description>
                <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Keine Pflicht mehr zur Abwärmenutzung</strong><br><br>Der Gesetzentwurf sieht jetzt so viele Ausnahmen von der Pflicht zur Abwärmenutzung zu schaffen, dass sie faktisch abgeschafft wird.<br><br>Sonja Lemke, Sprecherin für Sprecherin für Digitale Verwaltung und Open Government der Linksfraktion im Bundestag, dazu: "Das ist verheerend: Rechenzentren bringen den Kommunen vor Ort nichts – keine Gewerbesteuereinnahmen und auch keine Arbeitsplätze. Die Nutzung in der kommunalen Wärmeplanung wäre eine der wenigen positiven Auswirkungen für Kommunen. Wenn Rechenzentren allerdings auf dem Land gebaut werden, wo nur Einfamilienhäusern in der Nähe stehen, dann lohnt sich Abwärme nicht. Es braucht hier eine harte Verpflichtung für die Rechenzentrumsbetreiber. Sie da freizusprechen heißt, den Kommunen den letzten Nutzen zu nehmen und die klimatischen Auswirkungen nochmal in die Höhe zu treiben."<br><br><strong>Aufhebung der Transparenzpflichten</strong><br><br>Zudem sollen Rechenzentrumsbetreiber zukünftig ihre Energieeffizienzwerte nicht mehr veröffentlichen müssen, wenn sie sich auf Geschäftsgeheimnisse berufen können. Faktisch kommt das einer Abschaffung der Veröffentlichungspflicht gleich.<br><br>Sonja Lemke dazu: "Die Abschaffung der Transparenzpflicht ist fatal und mal wieder ein Lobbygeschenk. Schon jetzt halten die Rechenzentrumsbetreiber die geltenden Transparenzpflichten nicht ein und die Bundesregierung deckt dieses Verhalten. IfG-Anfragen zu den gemeldeten Energieeffizienzdaten, die eigentlich veröffentlicht sein müssten, lässt das Bundesamt für Ausfuhrkontrolle unbeantwortet. Die Bundesregierung muss endlich für Transparenz sorgen und die Konzerne in die Pflicht nehmen, die mit klimaschädlichem Verhalten Geld verdienen!"<br><br><strong>Erneuerbare Energien haben das Nachsehen</strong><br><br>Die Bundesregierung will die Frist, bis zu der Rechenzentren bilanziell zu 100 % aus erneuerbaren Energien betrieben werden müssen, von 2027 auf 2030 verschieben.<br><br>Sonja Lemke dazu: "Die bestehende Verpflichtung ist schon eine Mogelpackung, weil sie nur bilanziell gilt, d.h. Betreiber können sich durch den Erwerb von Herkunftszertifikaten "freikaufen", während ihr Rechenzentrum im schlimmsten Fall mit einem eigens dafür gebautem Gaskraftwerk betrieben wird. Diese jetzt noch zu verschieben, ist Politik gegen die Energiewende und gegen die Interessen der Menschen. Denn rund zwei Drittel der Bürger*innen wollen neue Rechenzentren nur, wenn sie aus zusätzlichen erneuerbaren Energien betrieben werden. Dafür braucht es deutlich schärfere Regeln, und nicht eine Verschiebung in die nächste Legislatur."<br><br><strong>Verschlechterung der Energieeffizienzwerte</strong><br><br>Der Regierungsentwurf sieht vor, die Energieeffizienzwerte (sog. PUE-Werte) für Bestandsrechenzentren zu erhöhen und damit die Effizienzvorgaben abzuschwächen. Neue Rechenzentren haben nunmehr vier statt bisher zwei Jahre Zeit, die vorgeschriebenen Effizienzwerte tatsächlich einzuhalten.<br><br>Sonja Lemke dazu: "Schon jetzt ist unklar, wie bei einer Verdoppelung der Rechenkapazitäten, die die Bundesregierung mit ihrer Rechenzentrumsstrategie anstrebt, der Strombedarf überhaupt gedeckt werden soll. In einer solchen Situation die Effizienzanforderungen zu verwässern und zu verschieben, ist kurzsichtig und kontraproduktiv."</p>]]></content:encoded>
                <category>Digital</category><category>Presse</category><category>titelseite</category>
                
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                <guid isPermaLink="false">news-448833</guid>
                <pubDate>Thu, 25 Jun 2026 12:19:00 +0200</pubDate>
                <title>Digitale Identitäten</title>
                <link>https://www.sonja-lemke.de/themen/digitales/news/digitale-identitaeten/</link>
                <author>Sonja Lemke, MdB</author>
                <description>Der Digitalminister hält trotz erheblicher Kritik am Starttermin für die EUDI-Wallet fest. Wir wollen erst eine ehrliche Problemanalyse. Wichtig: Sichere Daten und die Unabhängigkeit von Konzernen!</description>
                <content:encoded><![CDATA[]]></content:encoded>
                <category>Digital</category><category>Reden</category><category>titelseite</category>
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                <guid isPermaLink="false">news-449196</guid>
                <pubDate>Fri, 12 Jun 2026 16:30:00 +0200</pubDate>
                <title>KI-Einsatz fördert den Faschismus </title>
                <link>https://www.sonja-lemke.de/themen/digitales/news/ki-einsatz-foerdert-den-faschismus/</link>
                <author>Sonja Lemke, MdB</author>
                <description>Der ausufernde Einsatz von KI-Systemen in Sozialen Netzwerken, Suchmaschinen und der Verwaltung fördert den Faschismus und gefährdet die Demokratie. Wir brauchen jetzt strengere Regeln und ein AfD-Verbotsverfahren.</description>
                <content:encoded><![CDATA[]]></content:encoded>
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                <pubDate>Thu, 11 Jun 2026 16:18:00 +0200</pubDate>
                <title>KI-Verordnung nur ein Anfang</title>
                <link>https://www.sonja-lemke.de/themen/digitales/news/ki-verordnung-nur-ein-anfang/</link>
                <author>Sonja Lemke, MdB</author>
                <description>Jetzt erst wird eine Stelle eingerichtet, die die KI-Verordnung in Deutschland durchsetzen soll. Doch die Regelungen reichen nicht, um Grundrechte effektiv vor den Risiken von KI-Systemen zu schützen.</description>
                <content:encoded><![CDATA[]]></content:encoded>
                <category>Digital</category><category>Reden</category><category>titelseite</category>
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                <guid isPermaLink="false">news-447792</guid>
                <pubDate>Wed, 20 May 2026 11:42:00 +0200</pubDate>
                <title>Digitalisierung muss vereinfachen und nicht Zugang erschweren</title>
                <link>https://www.sonja-lemke.de/themen/digitales/news/digitalisierung-muss-vereinfachen-und-nicht-zugang-erschweren/</link>
                <author>Sonja Lemke, MdB</author>
                <description>Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas und Digitalminister Carsten Wildberger haben heute die konstituierende Sitzung des Expertengremiums &quot;Digitalisierung der Sozialverwaltung&quot; eröffnet.</description>
                <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Betroffene einbeziehen</strong><br><br>Sonja Lemke, Sprecherin für Digitale Verwaltung und Open Government der Linksfraktion im Bundestag, dazu: "In dem vorgeschlagenen Gremium fehlt vollständig die Perspektive der Betroffenen. Die Digitalisierung der Sozialverwaltung ist kein Selbstzweck. Sie muss in erster Linie dazu führen, dass sich die Situation für die Leistungsberechtigten verbessert. Sie darf nicht ausschließlich aus der Perspektive der Vereinfachung für die Verwaltung gedacht werden. Insbesondere für existenzsichernde Leistungen wie die Grundsicherung und Wohngeld müssen Antragstellungen leichter und zugänglicher werden, Leistungsbescheide zeitnah erfolgen und ausreichend Informations- und Beratungsangebote bestehen, digital und analog. Deshalb muss auch die Betroffenenperspektive in jedem Expertengremium mit am Tisch sitzen.<br><br>Digitalisierung bietet die Möglichkeit zu vereinfachen, aber sie darf nicht dazu führen, dass Zugang erschwert wird oder Prozesse undurchsichtig werden. Es gibt ein Recht auf einen analogen Zugang. Menschen dürfen nicht ausgeschlossen werden, weil sie digitale Mittel nicht nutzen können oder wollen. Es muss immer die Möglichkeit geben, Anträge auch auf dem Amt und per Papier einzureichen. Digitalisierung darf auch nicht genutzt werden, Personal abzubauen. Frei werdende Kapazitäten müssen genutzt werden, um Beratung in den Bürgerämtern auszubauen. KI-Systeme haben in der Entscheidungsfindung nichts verloren, auch nicht, wenn sie nur Empfehlungen geben. KI-Systeme sind fehleranfällig. Sie übernehmen und verstärken die Vorurteile der Trainingsdaten. Das führt dazu, dass eh schon benachteiligte Gruppen, wie Frauen und BPoCs, von ihnen weiter benachteiligt werden. Die Auswirkungen haben wir in den Niederlanden gesehen – KI-Systeme haben massenhaft Menschen mit nicht niederländischem Namen ungerechtfertigt des Sozialbetrugs beschuldigt. Ihnen wurden Leistungen gestrichen und es kam zu existenzieller Not. Darüber hinaus sind KI-Systeme nicht nachvollziehbar und widersprechen so dem wichtigen Grundsatz, dass Verwaltung alle gleich behandeln und dabei transparent sein muss.<br><br>Alle genutzten Programme zur Entscheidungsfindung oder Hilfe müssen deterministisch sein. Positivbescheide können dabei durchaus automatisiert ausgestellt werden – solange klar ist, dass sie rechtssicher sind. Wenn Menschen Leistungen verwehrt werden, muss das immer gut begründet und von mehreren Personen abgesichert sein."</p>]]></content:encoded>
                <category>Digital</category><category>Presse</category><category>titelseite</category>
                
            </item>


            
            <item>
                <guid isPermaLink="false">news-447528</guid>
                <pubDate>Wed, 06 May 2026 11:13:08 +0200</pubDate>
                <title>Digitalstrategie des Bundestages – Papier ist geduldig</title>
                <link>https://www.sonja-lemke.de/themen/digitales/news/digitalstrategie-des-bundestages-papier-ist-geduldig/</link>
                <author>Sonja Lemke, MdB</author>
                <description>Gestern wurde die Digitalstrategie des Bundestags verabschiedet. Zuletzt hatte es einige Änderungen gegeben, unter anderem ist die Benennung einzelner Hersteller wie z.B. Microsoft entfernt worden.</description>
                <content:encoded><![CDATA[<p>Dazu Sonja Lemke, Obfrau in der IuD-Kommission für die Linke: „Die Digitalstrategie ist ein Stück Papier, das nichts an der digitalen Infrastruktur des Bundestages ändert. Dort wird viel von Digitaler Souveränität gesprochen. Der Erarbeitungsprozess hat aber gezeigt, dass dies nicht angegangen wird. Statt endlich einen Linux-basierten Arbeitsplatz für Abgeordnete, Mitarbeitende und Verwaltung zu schaffen – der absolute Grundpfeiler digitaler Unabhängigkeit – werden weitere Windows-basierte Cloud-Lösungen angeschafft, die die Nutzung von Microsoft-Produkten weiter zementieren.“<br><br>In der Digitalstrategie wird zudem ein großer Fokus auf Nutzer*innenfreundlichkeit gelegt und das zur wichtigsten Maxime ernannt.&nbsp;<br><br>Sonja Lemke führt dazu aus: „Digitale Unabhängigkeit ist kein Ponyhof. Wenn wir nicht einmal Parlamentarier*innen eine Umstellung zumuten wollen, wie sollen wir dann den Rest der Gesellschaft davon überzeugen? Gerade in Zeiten, in denen sich der Faschismus in den USA ausweitet, kann ein zentrales Organ unserer Demokratie wie der Bundestag nicht weiter von US-amerikanischen Anbietern abhängig sein.“<br><br><strong>Bedenklicher Lobbyismus und KI-Gläubigkeit in der IuD-Kommission</strong><br><br>Sonja Lemke bemängelt weiter: „Statt echte Expert*innen anzuhören, lädt sich die IuD-Kommission nur Unternehmensvertreter*innen in ihre Sitzungen ein. Die stellen meist äußerst wortgewandt ihre eigene Lösung als die digital Souveränste dar. Statt einer unabhängigen fachlichen Einordnung, bekommen wir auch in der IuD-Kommission nur Lobbyismus.“<br><br>Auch KI-Anwendungen nehmen einen gigantischen Teil der Digitalstrategie ein. Sie sollen alles vom Chatbot, Parlament-LLM hin bis zur E-Gesetzgebung lösen.<br><br>„Auch hier wird offensichtlich, wie wenig Fachkompetenz in der Erarbeitung der Strategie steckt. KI-Systemen werden Fähigkeiten zugesprochen, die sie nicht haben, und Aufgaben zugeteilt, die sie nicht können.&nbsp;<br>Besonders lachhaft ist, wenn perspektivisch Gesetze von KI-Systemen auf Rechtmäßigkeit geprüft werden sollen. Die Prüfung der Rechtmäßigkeit von Gesetzen enthält an verschiedenen Stellen Wertungsfragen, insbesondere die Verhältnismäßigkeitsprüfung, die ein KI-System nicht leisten kann. Es wird zwangsläufig fehlerhafte Einschätzungen liefern. Das Ergebnis hängt zudem maßgeblich von dem verwendeten Prompt ab und ist damit in höchstem Maße manipulierbar. Zudem hat es die CDU/CSU noch nie gestört, wenn ihre Gesetzesvorhaben nicht verfassungskonform sind: Sei es bei der IP-Adressenspeicherung oder Dobrindts Grenzkontrollen und Asylzurückweisungen. Gesetzeskonformität scheitert nicht an mangelndem Wissen, sondern am Willen.“</p>]]></content:encoded>
                <category>Digital</category><category>Presse</category><category>titelseite</category>
                
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            <item>
                <guid isPermaLink="false">news-447437</guid>
                <pubDate>Wed, 29 Apr 2026 12:17:46 +0200</pubDate>
                <title>Signal zum Sündenbock erklärt – Unverständnis von IT-Sicherheit entlarvend</title>
                <link>https://www.sonja-lemke.de/themen/digitales/news/signal-zum-suendenbock-erklaert-unverstaendnis-von-it-sicherheit-entlarvend/</link>
                <author>Sonja Lemke, MdB</author>
                <description>Infolge von Phishing-Nachrichten an Bundestagsabgeordnete und Regierungsmitglieder hat Bundestagsvizepräsidentin Andrea Lindholz (CSU) am Wochenende ein Verbot des Messengerdienstes Signal auf Dienstgeräten von Abgeordneten und Bundestagsmitarbeiter*innen gefordert. Sie forderte den vollständigen Umstieg auf den Dienst Wire, der angeblich sicherer sei.</description>
                <content:encoded><![CDATA[<p>Sonja Lemke, Mitglied der Fraktion die Linke im Bundestag in der IuD-Kommission, die für die Bundestags-IT zuständig ist, dazu: „Mit der Forderung nach einem Signal-Verbot macht Frau Lindholz einen völlig falschen Vorschlag, der von dem eigentlichen Problem ablenkt.<br><br>Eine Phishing Attacke nutzt keine technischen Schwachpunkte aus, sondern setzt auf unaufmerksames Verhalten der Nutzer*innen durch Social Engineering. Phishing-Nachrichten versuchen, die Betroffenen in Panik zu versetzen, etwa indem angekündigt wird, ein Konto sei gehackt, Daten seien verloren oder ein System würde gleich abstürzen. In dieser Schrecksituation geben die Betroffenen dann unüberlegt Nutzername und Passwort heraus. So war es auch bei der hier diskutierten Attacke. Auf diese Weise kann man jeden Messenger kompromittieren und wir werden diese Gefahr auch nie vollständig beseitigen können. Bei Nutzung von Kontakten für Kommunikation außerhalb der eigenen Organisation lässt sich Phishing technisch nicht unterbinden. Regelmäßiges Sensibilisieren für diese Risiken ist essenziell, aber Unaufmerksamkeit kann niemand ausschließen.“<br><br><strong>Signal bleibt ein sicherer Messenger-Dienst</strong><br><br>Donata Vogtschmidt, Obfrau für die Fraktion die Linke im Digitalausschuss und Sprecherin für Digitalpolitik und Cybersecurity, stellt aber auch klar: „Dennoch ist Signal speziell für den privaten Gebrauch ein sehr sicherer und stets Ende-zu-Ende verschlüsselter Messenger-Dienst mit Kryptografie und Schlüsselmanagement auch hohem Sicherheitsniveau. Schon beim sogenannten Signal-Gate in den USA 2025 war klar, dass die Ursachen für die damaligen Leaks nicht in der Kryptografie von Signal liegen. Es ist völlig sachfremd, jetzt das Verbot eines einzelnen sicheren Messanger-Dienstes zu fordern, während andere völlig unerwähnt bleiben. Zu denken wäre z.B. an den weit verbreiteten Dienst Telegram, bei dem nicht einmal eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung konsequent umgesetzt ist und dessen Datenhaltung völlig unklar ist. Dass Signal jetzt als der einzige Sündenbock dargestellt wird, zeigt, dass es hier nicht um eine echte Auseinandersetzung mit Sicherheitsthemen geht, sondern um puren Aktionismus.“<br><br><strong>Lobbyinteressen von Wire vermutet</strong><br><br>Sonja Lemke führt weiter aus: „Vermutlich geht der Ruf von Frau Lindholz nach Wire auf Lobbyismus zurück. Denn über den Bundestag wird gerade Wire als Messenger-Dienst gepusht. Aktuell ist es der einzige Messenger-Dienst, der sich einfach auf den Endgeräten des Bundestags installieren lässt.“</p>
<p>Dahinter steht ein Privatunternehmen, das zu Teilen dem millardenschweren Schwarz-Konzern gehört. Es lobbyiert seit Jahren beim Bundestag und möchte für seinen Messenger-Dienst auch eine Integration in die Deutschland-App, wie in der letzten Ausschusssitzung zu hören war. Es ist zu vermuten, dass der jetzige Vorstoß auch auf weiteren Lobbyismus der Schwarz-Gruppe zurückzuführen ist, die ihr Produkt platzieren will und die sich als Vorreiter digitaler Souveränität in Europa vermarktet.<br><br>„Wenn es Frau Lindholz und der Bundestagsverwaltung wirklich um einen souveränen Messanger-Dienst ginge, dann sollte sie sich dafür einsetzen, dass dieses über eigene Matrix-Server geschieht, die dann wirklich unabhängig von Großkonzernen sind und Kontrolle über die eigene Infrastruktur bieten“, so Sonja Lemke.</p>]]></content:encoded>
                <category>Digital</category><category>Presse</category><category>titelseite</category>
                
            </item>


            
            <item>
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                <pubDate>Fri, 24 Apr 2026 16:25:54 +0200</pubDate>
                <title>Anfrage zu Software-Lizenzen der Bundestagsverwaltung</title>
                <link>https://www.sonja-lemke.de/themen/digitales/news/anfrage-zu-software-lizenzen/</link>
                <author>Sonja Lemke, MdB</author>
                <description>Auf eine Anfrage der Fraktion die Linke im Bundestag, gibt die Bundesregierung an, insgesamt in 2025 rd. 630 Mio. Euro für Software-Lizenzen ausgegeben zu haben, dazu kommen Ausgaben für die nicht beauskunfteten Bereiche Bundeskanzleramt, Bundesnachrichtendienst, Bundesamt für Verfassungsschutz und Bundesamt für den militärischen Abschirmdienst. </description>
                <content:encoded><![CDATA[<p>Sonja Lemke Sprecherin der Fraktion die Linke für Digitale Verwaltung und Open Government dazu: „Das sind gigantische Summen, die reichen würden, um damit eine eigene Softwareinfrastruktur aufzubauen und Eigenentwicklungen voranzutreiben. So könnte die Prämisse Public Money – Public Code auch verwirklicht werden. Das würde Unabhängigkeit schaffen, passgenaue Lösungen ermöglichen und langfristig Kosten senken. Software muss dabei als Teil der öffentlichen Infrastruktur gedacht und so auch bereitgestellt werden.“</p>
<p>Die Rahmenverträge für US-Konzerne belaufen sich dabei auf 8,35 Milliarden Euro. Diese erstrecken sich zum Teil auch in die kommenden Jahre. 4,69 Milliarden Euro allein für Oracle, andere Verträge sind beispielsweise Cisco mit 799 Millionen €, Adobe 550 Mio €, Hewlett Packard mit 374 Mio € und Dell mit 335 Mio €.</p>
<p>„Das schafft eine gigantische Abhängigkeit, die gefährlich ist. Wildberger redet viel von digitaler Souveränität, aber diese Verträge zeigen, dass das reiner Hohn ist. Dabei kann echte digitale Unabhängigkeit nicht bedeuten, dass die Lizenzen in Zukunft einfach von europäischen Anbietern gekauft werden. Stattdessen muss es darum gehen eine öffentliche Infrastruktur an Software aufzubauen, die von allen nutzbar ist.“</p>
<p>Das Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung ist angetreten, die IT-Beschaffung im Bund zentral zu steuern. Ein Jahr danach haben offenbar weder das Ministerium noch die einzelnen Ressorts einen validen Überblick darüber, welche Gelder für welche Lizenzen ausgegebenen werden. <a href="https://dip.bundestag.de/vorgang/lizenzkosten-der-bundesverwaltung-f%C3%BCr-produkte-von-microsoft-und-anderen-us-tech-konzernen/333081?term=lizenz&amp;f.wahlperiode=21&amp;rows=25&amp;pos=10&amp;ctx=d" target="_blank" class="link-extern" rel="noreferrer">Die Antwort der Bundesregierung</a> liefert einen erschreckenden Befund:&nbsp;</p>
<p>Sonja Lemke fasst zusammen: „Die Antwort macht deutlich, wie wenig das BMDS seiner Aufgabe gerecht wird. Anstatt endlich offene Standards und nicht kommerzielle Lösungen zu forcieren oder zumindest Ordnung in den Lizenzen-Dschungel zu bringen, schaffen sie es nicht einmal in ihrem eigenen Haus, souveräne Arbeitsplätze zu gestalten.“</p>
<h4><u>Kein Überblick über Lizenzen und Kosten in der Bundesregierung</u></h4>
<p>Lediglich 140 Mio. Euro sollen an die großen US-Tech-Konzerne geflossen sein (u.a. für Lizenzen), das ist nicht plausibel, insbesondere wenn man bedenkt, dass die Bundesregierung im Februar mitgeteilt hatte, dass 2025 rd. 480 Mio. Euro aus den Rahmenverträgen allein an Microsoft geflossen sein sollen. Selbst wenn davon nicht alles für die unmittelbare Bundesverwaltung war, stehen diese Zahlen in einem völlig unplausiblen Missverhältnis.</p>
<p>Sonja Lemke dazu: „Die Zahlen für die tatsächlichen Kosten von Microsoft gehen so weit auseinander, dass offensichtlich selbst darüber der Überblick fehlt. Dass jedes Ministerium völlig unterschiedlich auf kostenlos genutzte Dienste antwortet, zum Teil wird z.B. Google Search angegeben, zum Teil nicht, zeigt wie wenig über die verwendeten Dienste nachgedacht wird und dass das BMDS hier selbst nach einem Jahr nicht koordinierend tätig geworden ist. Angesichts dessen von einem „erfolgreichen“ Abschluss des Projekts Lizenzmanagement Bund zu sprechen, wie die Bundesregierung tut, ist Augenwischerei“</p>
<h4><u>Gigantische Abhängigkeit von Microsoft</u></h4>
<p>Auch die Angaben zu Arbeitsplätzen, die mit Alternativen zu Microsoft-Produkten, ausgestattet sind, ergibt sich ein düsteres Bild. Im Gegensatz zu 473.244 Windows-Arbeitsplätzen stehen lediglich 12.915 Arbeitsplätze zur Verfügung, die ausschließlich mit Alternativen arbeiten, in vielen Ministerien kein einziger. Einzig das Auswärtige Amt hat Alternativen in relevantem Ausmaß. Berücksichtigt man die Arbeitsplätze, die ergänzend zu Windows mit alternativer Software ausgestattet sind, kommt man auf rund 10 % der Arbeitsplätze, das Verteidigungsministerium gibt als Alternative bei 250.000 Windows-Arbeitsplätzen gerade mal 30 Apple-Arbeitsplätze an.</p>
<p>Sonja Lemke dazu: „Die Abhängigkeit von Microsoft ist gigantisch. Kein einziges Ministerium hat auch nur ansatzweise genug alternative Arbeitsplätze, um ohne Microsoft arbeitsfähig zu sein. In Zeiten von globalen Spannungen müssen schnell Alternativen vorangebracht werden. Selbst das Verteidigungsministerium hat momentan keinen von US-Anbietern unabhängigen Arbeitsplatz.</p>
<p>Echte Alternativen sind nur Linux-Distributionen, die offen und nichtkommerziell auch von den Ministerien weiterentwickelt werden können. Jedes von einem Unternehmen bereitgestellte Betriebssystem birgt das Risiko, dass dieses Unternehmen politischen Druch auf die Regierung ausüben kann, oder dass die Abhängigkeit – wie bei Microsoft – für unverhältnismäßige Preissteigerungen genutzt wird.&nbsp;</p>
<p>Dass es da nach einem Jahr BMDS noch keinen Schritt nach vorne geht, ist fatal und macht das ganze Gerede von digitaler Souveränität lächerlich.“</p>
<p>&nbsp;</p>
<hr>
<p>In der Presse dazu:&nbsp;<br><a href="https://www.sueddeutsche.de/politik/bundesregierung-usa-software-vertraege-milliarden-euro-li.3472323" target="_blank" class="link-extern" rel="noreferrer">Süddeutsche Zeitung</a><br><a href="https://www.wiwo.de/unternehmen/it/abhaengigkeit-bundesregierung-nutzt-lizenzen-von-us-techkonzernen-in-milliardenhoehe/100218967.html" target="_blank" class="link-extern" rel="noreferrer">WirtschaftsWoche</a><br><a href="https://www.n-tv.de/der_tag/Oracle-Microsoft-und-Co-Bund-zahlt-Milliarden-fuer-US-Software-id30740751.html" target="_blank" class="link-extern" rel="noreferrer">n-tv</a></p>]]></content:encoded>
                <category>Digital</category><category>Presse</category><category>titelseite</category>
                
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                <guid isPermaLink="false">news-447211</guid>
                <pubDate>Thu, 16 Apr 2026 10:26:00 +0200</pubDate>
                <title>Nein zu mehr Rechenzentren!</title>
                <link>https://www.sonja-lemke.de/themen/digitales/news/nein-zu-mehr-rechenzentren/</link>
                <author>Sonja Lemke, MdB</author>
                <description>Die Bundesregierung will immer mehr und größere Rechenzentren. Das verbraucht Flächen, Wasser und Energie für KI, die uns schadet: Überwachungssoftware, DeepFake-Generatoren, Falschinformationen...

</description>
                <content:encoded><![CDATA[]]></content:encoded>
                <category>Digital</category><category>Reden</category><category>titelseite</category>
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                <guid isPermaLink="false">news-446836</guid>
                <pubDate>Thu, 26 Mar 2026 11:21:00 +0100</pubDate>
                <title>Regulierung braucht eine starke Durchsetzung!</title>
                <link>https://www.sonja-lemke.de/themen/digitales/news/regulierung-braucht-eine-starke-durchsetzung/</link>
                <author>Sonja Lemke, MdB</author>
                <description>Für den Data Act und den Data Governance Act gibt es jetzt endlich zuständige Behörden. Und die Ermahnung an die Bundesregierung, diese auch mit Personal und Ausstattung auszustatten!</description>
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                <category>Digital</category><category>Reden</category><category>titelseite</category>
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                <guid isPermaLink="false">news-446720</guid>
                <pubDate>Fri, 20 Mar 2026 15:23:58 +0100</pubDate>
                <title>Gesellschaftliche Risiken von KI ernstnehmen!</title>
                <link>https://www.sonja-lemke.de/themen/digitales/news/gesellschaftliche-risiken-von-ki-ernstnehmen/</link>
                <author>Sonja Lemke, MdB</author>
                <description>KI ist kein Allheilmittel, sondern eine Technologie, die große gesellschaftliche Risiken mit sich bringt: Diskriminierung, Ausbeutung, Ressourcenverbrauch. Dem muss sich die Regierung annehmen.</description>
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                <guid isPermaLink="false">news-446674</guid>
                <pubDate>Thu, 19 Mar 2026 11:40:24 +0100</pubDate>
                <title>Die Bundesregierung muss gesellschaftliche Risiken von KI-Anwendungen ernstnehmen!</title>
                <link>https://www.sonja-lemke.de/themen/digitales/news/die-bundesregierung-muss-gesellschaftliche-risiken-von-ki-anwendungen-ernstnehmen/</link>
                <author>Sonja Lemke, MdB</author>
                <description>Das fordert die Fraktion die Linke im Bundestag von der Bundesregierung. Der entsprechende Antrag wird am Freitag zusammen mit dem Gesetz zur Umsetzung der europäischen KI-Verordnung im Plenum debattiert.</description>
                <content:encoded><![CDATA[<p>Sonja Lemke, Sprecherin für Sprecherin für Digitale Verwaltung und Open Government führt aus:&nbsp;<br>"Die Bundesregierung betont regelmäßig, dass sie den Einsatz Künstlicher Intelligenz in der Bundesverwaltung forcieren will, spricht sogar von einer Verwaltungsrevolution. KI-Anwendungen sind aber mitnichten ein Allheilmittel für alle gesellschaftlichen Herausforderungen, sondern eine Technologie, deren Einsatz große gesellschaftliche Risiken mit sich bringt, die besonders die Bundesverwaltung beim Einsatz kritisch in den Blick nehmen muss.<br><br>Deshalb fordern wir eine stärkere Regulierung von KI-Anwendungen. Es braucht starke Transparenzpflichten für Algorithmen und Trainingsdaten. Nur so können die besonders schädlichen Auswirkungen abgewendet werden: Denn vor allem muss KI-basierte Diskriminierung verhindert werden, damit KI nicht dazu führt, dass gesellschaftliche Ungleichheiten verstärkt werden.</p>
<p><br>Außerdem müssen Kreativschaffende endlich vergütet werden, wenn ihre Arbeit zum Training von KI-Systemen verwendet werden. Genauso muss in den globalen Lieferketten bei den Datalabeler*innen für gute Arbeitsbedingungen gesorgt werden. Darüber hinaus müssen die Umwelt- und Klimaauswirkungen bei allen Projekten berücksichtigt werden, insbesondere beim Bau von Rechenzentren."</p>
<p>Hier geht's zu <a href="https://dserver.bundestag.de/btd/21/047/2104758.pdf" target="_blank" class="link-extern" rel="noreferrer">unserem Antrag</a></p>]]></content:encoded>
                <category>Digital</category><category>Presse</category><category>titelseite</category>
                
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                <guid isPermaLink="false">news-446664</guid>
                <pubDate>Wed, 18 Mar 2026 16:08:40 +0100</pubDate>
                <title>Kein Freifahrtschein für Rechenzentren!</title>
                <link>https://www.sonja-lemke.de/themen/digitales/news/kein-freifahrtschein-fuer-rechenzentren/</link>
                <author>Sonja Lemke, MdB</author>
                <description>Die Bundesregierung hat heute ihre Rechenzentrumsstrategie verabschiedet. Ihr Ziel ist es, die Rechenkapazitäten in Deutschland bis 2030 zu verdoppeln, für Künstliche Intelligenz zu vervierfachen, obwohl, wie die Bundesregierung selbst schreibt, dass weiterhin unklar ist, wie hoch der Bedarf zukünftig ausfallen wird.</description>
                <content:encoded><![CDATA[<p>Sonja Lemke, Sprecherin der Faktion die Linke im Bundestag für Forschung und Technologie sowie für Digitale Verwaltung und Open Government, sagt dazu: "Die Bundesregierung läuft damit dem aktuellen KI-Hype hinterher, ohne eine seriöse Planung und ohne eine gesamtgesellschaftliche Kosten-Nutzen-Abwägung. Das ist fatal angesichts der negativen Folgen von Rechenzentren auf die Umwelt. Bevor man Rechenzentren ausbaut, sollte klar sein, was dort gerechnet werden soll. KI-Systeme haben enorme gesellschaftliche Folgen und es ist schädlich, wenn damit Anwendungen z.B. zur Erstellung von DeepFakes gefördert werden."<br><br>Sie führt aus: "Für Kommunen ist die Ansiedlung von Rechenzentren meist ein Flop: Der Stromverbrauch ist enorm und bringt damit die Netzkapazitäten an ihre Grenzen, auch der hohe Wasserverbrauch wird gerade in trockenen Regionen, wie z.B. Brandenburg, zunehmend zum Problem. Gleichzeitig werden vor Ort praktisch keine Arbeitsplätze geschaffen und es fließt auch keine Gewerbesteuer, daran dürfte auch die in der Strategie angedachte Anpassung des Gewerbesteuermessbetrags wenig ändern. Und auch der gesamtwirtschaftliche Nutzen ist fraglich: Kein einziges KI-Unternehmen ist bisher profitabel, die Produktivität steigt durch KI-Anwendungen nicht und es verdichten sich die Anzeichen, dass es sich um eine spekulative Blase handelt. Hier allein auf die Prognosen des Wirtschaftsverbandes Bitkom zu setzen, der ein Geschäftsinteresse daran hat, das alle an den Boom glauben, ist unseriös.<br><br>Mantraartig schreibt sich die Bundesregierung zudem Energieeffizienz und Nachhaltigkeit in ihre Strategie. Das ist scheinheilig, denn ihr gesamtes Handeln torpediert diese Ziele. Der Ausbau erneuerbarer Energien wird ausgebremst, stattdessen setzt die Bundesregierung weiter auf Kohle und Gas. Ein erster Entwurf des neuen Energieeffizienzgesetzes zeigt, dass die Bundesregierung die Energieeffizienzvorgaben für Rechenzentren lockern will und Vorgaben zur Abwärme-Nutzung unter eine Wirtschaftlichkeitsvorbehalt stellen will. Gesellschaftliche Kosten und Umweltschäden werden bei dieser Betrachtung natürlich außenvorgelassen. 2/3 der Menschen wünschen sich, dass neue Rechenzentren nur gebaut werden, wenn dafür auch zusätzliche Kapazitäten erneuerbarer Energien gebaut werden. Hier sollte die Bundesregierung ansetzen und den Ausbau beim Bau von Rechenzentren verpflichtend machen.<br><br>Konkret wird die Bundesregierung stattdessen nur bei den ganz großen Anlagen: Mindestens eine Gigafactory will sie nach Deutschland holen in privat-öffentlicher Partnerschaft, und rd. 800 Mio. Euro reinstecken, dazu kommen Fördermittel von der EU. Die Gewinne daraus streichen sich die privaten "Partner" ein, während Verluste von den öffentlichen Partnern kompensiert werden. Das ist ein gescheitertes Konzept aus der Mottenkiste."</p>]]></content:encoded>
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