Die Bundesregierung muss gesellschaftliche Risiken von KI-Anwendungen ernstnehmen!
Das fordert die Fraktion die Linke im Bundestag von der Bundesregierung. Der entsprechende Antrag wird am Freitag zusammen mit dem Gesetz zur Umsetzung der europäischen KI-Verordnung im Plenum debattiert.
Sonja Lemke, Sprecherin für Sprecherin für Digitale Verwaltung und Open Government führt aus:
"Die Bundesregierung betont regelmäßig, dass sie den Einsatz Künstlicher Intelligenz in der Bundesverwaltung forcieren will, spricht sogar von einer Verwaltungsrevolution. KI-Anwendungen sind aber mitnichten ein Allheilmittel für alle gesellschaftlichen Herausforderungen, sondern eine Technologie, deren Einsatz große gesellschaftliche Risiken mit sich bringt, die besonders die Bundesverwaltung beim Einsatz kritisch in den Blick nehmen muss.
Deshalb fordern wir eine stärkere Regulierung von KI-Anwendungen. Es braucht starke Transparenzpflichten für Algorithmen und Trainingsdaten. Nur so können die besonders schädlichen Auswirkungen abgewendet werden: Denn vor allem muss KI-basierte Diskriminierung verhindert werden, damit KI nicht dazu führt, dass gesellschaftliche Ungleichheiten verstärkt werden.
Außerdem müssen Kreativschaffende endlich vergütet werden, wenn ihre Arbeit zum Training von KI-Systemen verwendet werden. Genauso muss in den globalen Lieferketten bei den Datalabeler*innen für gute Arbeitsbedingungen gesorgt werden. Darüber hinaus müssen die Umwelt- und Klimaauswirkungen bei allen Projekten berücksichtigt werden, insbesondere beim Bau von Rechenzentren."
Hier geht's zu unserem Antrag