Zum Hauptinhalt springen

Energieeffizienzgesetz wird zum Energieverschwendungsgesetz

Sonja Lemke, MdB

Heute findet im Ausschuss für Wirtschaft und Energie im Bundestag die öffentliche Anhörung zur Änderung des Energieeffizienzgesetzes (EnEfG) statt. Für Rechenzentren sieht der Gesetzesentwurf zahlreiche Lockerungen und Verzögerungen bereits geltender Vorgaben vor.

Mehr als die Hälfte der geladenen Sachverständigen spricht sich dagegen aus, hält das für "unverantwortlich" oder "nicht klug". Die Veränderungen würden zu "Energieverschwendung, Mehrkosten und eine Verringerung der zur Verfügung stehenden Rechenleistung" sorgen.

Auch die Fraktion die Linke im Bundestag fordert mit ihrem Antrag "Kein grenzenloser Ausbau von Rechenzentren – Echte Nachhaltigkeitsstandards gewährleisten" (BT-Drs. 21/8111) eine strengere Regulierung von Rechenzentren in Bezug auf deren immensen Ressourcenverbrauch von Energie, Wasser, Flächen und Hardware.

Sonja Lemke, Sprecherin für Digitale Verwaltung und Open Government, Fraktion die Linke dazu:
"Es ist absurd: Das Klima steht vor dem Kollaps und die Koalition befeuert das Ganze mit blinder Deregulierung.

Überall werden gigantische Rechenzentren gebaut mit massivem Energie- und Wasserverbrauch. Schon jetzt übertreffen die geplanten Rechenzentren das Ausbauziel der Bundesregierung bei weitem. Dafür werden deutlich mehr fossile Energien verfeuert und die Energiewende verhindert. Auch der Wasserverbrauch ist bei der zunehmenden Dürre fatal. Der lokale Widerstand wächst und viele Kommunen merken, dass der Ausbau vor Ort schadet.

Satt einer Abschwächung der Vorgaben braucht es jetzt strengere Regulierung und Transparenz:

Rechenzentren dürfen nur mit erneuerbaren Energien betrieben werden. Es braucht eine klare Offenlegung der Energieeffizienz und des Wasserverbrauchs von Beginn der Planung an.

Vor allem muss der tatsächliche Bedarf überhaupt erstmal ermittelt werden, bevor weiter kopflos ausgebaut wird."

Zurück zum Kopf der Seite